Was ist Künstliche Intelligenz?
Willkommen zu deiner ersten Lektion! Hier erfährst du, was sich hinter dem Begriff Künstliche Intelligenz (KI) wirklich verbirgt, und warum es weniger mysteriös ist, als du vielleicht denkst.
Was bedeutet «Künstliche Intelligenz»?
Künstliche Intelligenz beschreibt Computerprogramme, die Aufgaben erledigen können, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern: Texte verstehen, Bilder erkennen, Entscheidungen treffen oder Sprache übersetzen.
Starke vs. Schwache KI
In Filmen sehen wir oft KI-Systeme, die wie Menschen denken und fühlen. Das nennt man starke KI (oder AGI – Artificial General Intelligence). Eine vollständige AGI existiert noch nicht, aber die Grenzen verschwimmen: Aktuelle Modelle werden zunehmend vielseitig und können immer mehr unterschiedliche Aufgaben auf hohem Niveau bewältigen.
Was wir heute haben, ist schwache KI (auch «enge KI» genannt): Systeme, die eine bestimmte Aufgabe sehr gut können, aber nichts anderes. Ein Schachprogramm kann Weltmeister besiegen, aber es kann dir kein Rezept empfehlen.
Denkt, fühlt und lernt wie ein Mensch. Kann jede beliebige Aufgabe lösen. Noch nicht erreicht, aber die Forschung macht rasante Fortschritte. Die Grenze zur schwachen KI wird zunehmend unschärfer.
Spezialisiert, aber zunehmend vielseitig. GPT-5 und Gemini verarbeiten bereits Text, Bilder und Audio gleichzeitig. Die Grenzen zwischen den Aufgaben lösen sich auf.
Wie «lernt» eine KI?
Moderne KI-Systeme lernen aus Daten, ähnlich wie du aus Erfahrung lernst. Der Prozess heisst Machine Learning:
- Daten sammeln: Die KI bekommt riesige Mengen an Beispielen (Texte, Bilder, Zahlen)
- Muster erkennen: Sie findet statistische Muster in diesen Daten
- Vorhersagen machen: Basierend auf den Mustern kann sie neue Aufgaben lösen
- KI ist ein Oberbegriff für Programme, die «intelligente» Aufgaben lösen
- Heutige KI ist «schwache KI»: spezialisiert, aber leistungsstark
- KI lernt aus Daten, nicht aus vorprogrammierten Regeln
- «Starke KI» wie in Filmen existiert noch nicht